Innenpolitik
Jugend im Dritten Reich
Jugend im Krieg
Hitlerjugend an der Front
Aufgrund des Fortschreitens des Krieges und zunehmender Verluste entschlossen sich Himmler und der Reichsjugendführer Artur Axmann 1943 (nach Zustimmung Hitlers), bereits freiwillige 17-jährige beim Militär aufzunehmen.
In Belgien wurde, mit einem Kader aus der Leibstandarte SS Adolf Hitler, eine komplette Waffen-SS-Elitedivision aus Freiwilligen der HJ aufgestellt– die „12. Panzerdivision Hitlerjugend“. Vorraussetzung für diese war ein Mindestmaß an nationalsozialistischem Eifer und eine unabdingbare Loyalität. Der Gegner taufte sie „Babydivision“, wertete sie dabei aber als besonders „hartnäckig und wild“. Die HJ-Soldaten machten dabei ihre mangelnde Kampferfahrung teils durch eine hohe Tapferkeit wett.
Erfahrene und verantwortungsbewußte Soldaten sahen im Fronteinsatz der Hitlerjugend vor allem auch Probleme und gravierende Einbrüche: die Begeisterung könnte bei Einsätzen wie z.B. im Stab oder in Versorgungs- und Nachrichten-Truppen leiden (im „normalen“ Einsatz) und die Masse der Jungen wird der hohen Belastung (körperlich und moralisch) nicht gewachsen sein – gesundheitliche Schädigungen stellen die spätere, vollwertige Verwendung in Frage.
Die Division erlitt in Juni 1944 an der Invasionsfront bei Kesselschlachten schwerste Verluste: von den 10.000 Hitlerjungen überlebten nur etwa 600. Der deutsche Oberkommandierende an der Invasionsfront, Generalfeldmarschall v. Rundstedt, sagte: „Es ist ein Jammer, daß diese gläubige Jugend in aussichtsloser Lage geopfert wird.“.

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