Der Zweite Weltkrieg war ein globaler Krieg und dauerte auf dem europäischen Festland von 1939 bis 1945.

Um der Bezeichnung „Weltkrieg“ gerecht zu werden, muß man auch die kriegerischen Auseinandersetzung außerhalb des europäischen Kontinents betrachten. Vor allem im asiatischen Bereich fanden bereits in der Zeit vor 1939 kriegerische Aktionen zwischen China und Japan statt.

Aufgrund der komplexen weltweiten politischen und wirtschaftlichen Situation und Interessenslagen in den Dreißiger Jahren sowie der Folgen aus dem Ersten Weltkrieg wird aus westlicher Sicht der kriegerische Konflikt der global verstrickten europäischen Großmächte als Beginn des Zweiten Weltkriegs definiert.

Dieser entwickelte sich aus eher lokal begrenzten Konflikten wie z.B. der Tschechien-Frage durch die Kriegserklärung von England und Frankreich an das Deutsche Reich am 03. September 1939 sowie den am 01. September vorangegangenen Einmarsch Deutschlands und später der Sowjetunion in Polen zum Weltkrieg. In diesem größten Krieg der Menschheitsgeschichte verloren etwa 60 Millionen Menschen ihr Leben.

Nach dem Ende des europäischen Kriegs in Europa am 08. Mai 1945 wurden die weltpolitischen Machtverhältnisse neu verteilt. Deutschland wurde in zwei Staaten geteilt und bildete damit die Grenze zwischen dem US-kapitalistisch orientierten Westeuropa (der späteren NATO) und dem kommunistisch-orientierten östlichen Teil Europas (dem späteren Warschauer Pakt).

Aber auch die Weltmacht-Stellungen der bröckelnden Kolonialmächte Frankreich und England waren Geschichte. Es entstanden die beiden Supermächte USA und UdSSR und der sogenannte „Kalte Krieg“ machte die zuvor rein machpolitisch „Alliierten“ des Zweiten Weltkriegs zu ideologischen Todfeinden.