Motiviert und in seinem ehrgeiz herausgefordert von den deutschen militärischen Erfolgen wollte der Duce Mussolini auch Italien zu Siegen führen.

In Libyen verfügte Italien über eine Kolonie, in der über 150.000 Soldaten mit Panzern, Geschützen und Flugzeugen stationiert waren. Im benachbarten Ägypten kontrollierten die lediglich gut 30.000 britischen Soldaten den bedeutenden Suezkanal, so daß sich Italien am 13.09.1940 im Alleingang zu einem Parallelkrieg in Nordafrika entschloß, der nicht mit Hitler abgestimmt war.

Die italienische Offensive kam trotz der Einnahme von Sidi Barrani nach nur 1 Woche zum erliegen und bereits Anfang Dezember gingen die englischen Truppen zur Gegenoffensive über. Sie überranten die Italiener, eroberten Sidi Barrani zurück und marschierten am 02.01.1941 in Libyen ein, wo sie die Seefestung Tobruk sowie Benghasi einnahmen und direkt die Hauptstadt Tripolis bedrohten. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Engländer bereits 130.000 Gefangene gemacht sowie über 400 Panzer und 1300 Geschütze erbeutet bei geringen eigenen Verlusten. Mussolini hatte deutsche Hilfsangebote katagorisch abgelehnt, sah sich jetzt aber angesichts der Lage gezwungen, Hitler um Hilfe zu bitten.

Die deutschen entsanden einen „Sperrverband„, der ursprünglich lediglich die Englänger aufhalten sollte. Er bestand aus der 5. leichten Division, der 15. Panzerdivision sowie Luftunterstützung vom X. Fliegerkorp aus Sizilien. Diese Einheiten unter dem Oberbefehl von General Erwin Rommel bildeten das Deutsche-Afrika-Korps (DAK), das Mitte Februar 1941 in Norafrika eintraf. Nach ersten Aufklärungsvorstößen ging das DAK in die Offensive über, eroberte die gesamte Cyrenaika zurück und schnitt die Festung Tobruk vom Land ab.