Konfessionelle Jugend

„Wir sind Christen in Freude und Güte, auch wo wir kämpfen müssen.“

Katholische Jugend

Der katholischen Jugend wurde zunächst ihr Eigenleben und ihre Selbständigkeit zugesichert.

Dennoch wurde sie vielfach diffamiert, überwacht und behindert, u.a. dazu gezwungen, die Hakenkreuzfahne mitzuführen und den „deutschen Gruß“ („Hitlergruß“) zu verwenden.

Diverse Zwischenfälle, z.B. ein besonders bekannter am 25.03.1934 bei einer Versammlung von 1800 jungen Gläubigen nahe Berlin, die von 200 Hitlerjungen belästigt und angegriffen wurde, führten zu weiteren Einschränkungen: keine einheitliche Kleidung mehr, kein Wandern und Zelten mehr, etc.

Ab 1937 wurden die Verbände nach-und-nach verboten und aufgelöst, worauf sich die katholische Jugend vermehrt in zwanglosen und lockeren Gemeinschaften sammelte. Vor allem aufgrund des zähen Widerstandes des Katholizismus bleibt die konfessionelle Jugendarbeit ein für die HJ nie ganz bewältigtes Problem.


Parodie auf das Uniformverbot für die katholische Jugend

Die Kluft ist uns verboten,
Der Schulterriemen auch,

Die Hitler oft uns treten
und schlagen auf den Bauch.

Gen`Hitlerreich wir spucken
Hurra Viktoria! Für Christi Reich
wir bluten, Hurra Victoria!

Evangelische Jugend

Bei der ev. Jugend fand eine andere Entwicklung statt: sie sollte gemäß eines Abkommens zwischen dem Reichsjugendführer Schierach und dem Reichsbischof Müller in die HJ eingegliedert werden – natürlich ebenfalls ohne eigene Kluft. Viele erkannten dieses Abkommen jedoch nicht an und lösten sich ebenfalls auf, um sich danach in neuen Formen wieder zusammenzufinden.

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